lebt noch, schreibt aber grad nicht

Werbung mal anders

Ab und zu komme ich auch mal dazu, Neuseelands viereinhalb kostenlose Fernsehsender zu genießen, und dabei kommt man natürlich auch an der Werbung nicht vorbei. Nervig ist, dass das Programm hier deutlich öfter unterbrochen wird als in Deutschland, und dass die Pausen dafür kürzer sind, so dass man in der Zeit nichtmal ordentlich auf Klo gehen kann.

Einen kleinen Ausgleich gibt es durch die edukativen Werbespots diverser Ministerien. Hier eine kleine Auswahl:

  • Familie offensichtlich pazifischer Herkunft beim Scrabble, wo Sohnemann nichtmal 4+1+1 ausrechnen kann. Macht aber nix, denn am Ende hat er was dabei gelernt. Botschaft: Take the time to play a game with your kids.
  • Die zum Straßenverkehr könnt ihr euch zum Teil auch selbst anschauen (link). Das ist nur einer aus einer ganzen Reihe von Spots mit der Botschaft “schau rechts und links bevor du in eine Kreuzung fährst”. Ebenfalls von Land Transport New Zealand sind natürlich auch die “don’t drink and drive” Botschaften, nur eine als Beispiel (link). Und noch eine, die auf die Vorzüge von Seitenairbags hinweist (link), und zu der erwähnt werden sollte, dass es sich hier um eine Schauspielerin handelt. Und da Youtube voll davon ist, gibt es noch “tracks are for trains” (link).
  • Einer meiner Favoriten (leider nicht bei Youtube gefunden) ist von der Feuerwehr und soll vor Brandgefahr in der Küche warnen. Gleich zwei Botschaften: “don’t drink and fry” und (wird tatsächlich empfohlen) “wenn du getrunken hast, bestell dir lieber Takeaway”.
  • Nicht von einem Ministerium sondern von der Katholischen Kirche, die hier um Mitglieder wirbt, gibt es eine kostenlose Info-Hotline: 0800-FATHER.

Und dabei habe ich noch garnicht mit den Spots für Krebsvorsorge angefangen, oder den drei (vielleicht auch vier) Bestattungsunternehmen die Werbung im nationalen Fernsehen machen, oder den Empfehlungen, mit dem Rauchen aufzuhören.

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