lebt noch, schreibt aber grad nicht

Wale in Kaikoura

23. Oktober 2008

Hier hat sich schon seit einer Weile nichts getan, was vor allem daran lag, dass ich nicht nach jedem Wochenende Bilder von noch einer Wanderung in Canterbury hochladen wollte. Und über meine Wochen an der Uni gibt es auch nur zu sagen, dass ich gerade die Zweidrittelmarke passiert habe.

Aber ich hatte letzte Woche meinen ersten richtigen Urlaub in Neuseeland, und der fing mit Wale schauen an. Das stand schon lange auf meiner Liste von Dingen, die ich machen wollte, und in Kaikoura gibt es die Möglichkeit, das ganze Jahr hindurch Pottwale zu sehen. Das ganze haben wir dann in ein Wochenende mit den Christchurch-Deutschen verpackt, und sind Freitag abend schon in unser Backpacker nach Kaikoura gefahren. Der Ort an sich ist ziemlich klein, und war auch äußerst unbedeutend, bis vor einiger Zeit der Waltourismus angefangen hat. Natürlich ist er am Meer gelegen, aber es gibt auch sehr beeindruckende, und im Moment noch schneebedeckte Berge, die fast bis an’s Wasser gebaut sind. Von Experten bekommt man noch erzählt, dass unter Wasser ein kilometertiefer Graben (der Kaikoura Canyon) ist, der durch spezielle Meeresströmungen besonders gut für’s Unterwasserleben ist.

Die Berge, genauer gesagt Mt. Fyffe, waren das Ziel unseres Samstags. Auf den Gipfel führt ein recht bequemer Weg hinauf, und von oben gibt es tolle Aussichten und als Extra-Bonus noch jede Menge Spaß im Schnee.

Unterwegs zum WandernKaikoura PeninsulaDer Gipfelweb_img_2753.jpgweb_img_2768.jpgweb_img_2776.jpg

Am Sonntag ging’s dann raus zum Wale schauen. Es gibt verschiedene Anbieter, die das ganze per Boot, Flugzeug oder Hubschrauber anbieten, wobei wir uns für das Boot entschieden haben. Da die Wale vor Kaikoura ziemlich verstreut leben und außerdem alle Einzelgänger sind, ist es nicht einfach, welche zu finden. Aber dafür hat man ja einen alten und erfahrenen Maori-Kapitän dabei, der ab und zu das Boot anhält und den Kopf ins Wasser steckt. Glaubt er einen Wal zu hören, dann geht es in die Richtung und es wird darauf gewartet, dass der Wal auftaucht. Wale leben nach einem sehr einfachen Programm:

  1. Abtauchen und fressen
  2. Auftauchen und atmen
  3. wiederholen

Das ist natürlich vereinfacht dargestellt, weil es außer Acht lässt, dass ja auch irgendwer die kleinen Wale machen muss, aber so haben wir es zumindest erlebt. Dabei verbringt der Wal 30-40 Minuten unter Wasser, wobei man ihn nicht sieht, um dann für ca. 5 Minuten aufzutauchen, wobei man ungefähr den halben Rücken sieht. Worauf alle Warten ist der Moment des Abtauchens, weil dann für zwei Sekunden die Schwanzflosse zu sehen ist.

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Anschließend gab es dann noch einen kleinen Küstenspaziergang, bevor die meisten von uns wieder nach Christchurch aufgebrochen sind. Ich selbst habe für noch ein bisschen Urlaub einen Bus Richtung Norden genommen.